Playoff-Halbfinale in der Volleyball-Bundesliga
Suhl schockt Schwerin: VfB gewinnt erstes Playoff-Halbfinale
Der VfB Suhl ist mit einem 3:1-Erfolg gegen den Titelverteidiger aus Schwerin ins Playoff-Halbfinale der Volleyball-Bundesliga gestartet und hat sich damit in der Best-of-Three-Serie den ersten von zwei nötigen Siegen gesichert. Nach einem Start wie aus einem Guss geriet die Partie zwar ins Wanken – doch Suhl blieb im entscheidenden Moment stabil und brachte den Vorsprung ins Ziel.
Die Gastgeberinnen dominierten die ersten beiden Durchgänge deutlich, ehe Schwerin die Begegnung über längere Phasen wieder an sich zog. Im vierten Satz, als die Gäste zwischenzeitlich klar vorn lagen, entschied Suhl die Partie in einer engen Schlussphase mit 26:24 für sich.
Suhl legt mit zwei klaren Sätzen vor
Der Auftakt verlief aus Suhler Sicht nahezu ideal. Im ersten Satz setzte der VfB früh Akzente, erspielte sich eine Serie von Satzbällen und nutzte den ersten von elf Möglichkeiten zum 25:13. Auch im zweiten Durchgang blieb Suhl das tonangebende Team: Beim 25:16 verwandelten die Südthüringerinnen den zweiten von insgesamt neun Satzbällen.
Die Wucht dieser beiden Sätze bestimmte das Bild des Abends lange Zeit. Suhl wirkte in den ersten Ballwechseln jeder Rallye einen Tick schneller, druckvoller im Abschluss und konsequenter in den entscheidenden Aktionen – und zwang Schwerin damit früh in eine Reaktion.
Schwerin kommt zurück und erhöht den Druck
Im dritten Satz kippte das Spiel. Suhl verlor spürbar an Kontrolle, während Schwerin in den umkämpften Phasen präsenter wurde und sich den Durchgang mit 25:23 holte. Der Titelverteidiger war damit zurück in der Partie – und nahm das Momentum mit.
Auch im vierten Satz geriet Suhl zunehmend unter Druck. Schwerin lag zeitweise deutlich vorn und schien den Satz in Richtung Entscheidungssatz zu ziehen. Aus dem zuvor souveränen Auftritt wurde ein Duell auf Messers Schneide: Jeder Fehler wog schwerer, jeder gewonnene Ballwechsel wurde zum kleinen Hebel in einer Partie, die plötzlich offen war.
Zwei abgewehrte Satzbälle entscheiden das Spiel
In der Schlussphase zeigte Suhl dann die nervenstarke Seite, die in Playoffs oft den Unterschied macht. Der VfB wehrte im vierten Satz zwei Satzbälle ab – also genau jene Punkte, mit denen Schwerin den Satz hätte zumachen können. Stattdessen setzte Suhl einen 3:0-Lauf, drehte den Durchgang noch und nutzte schließlich den ersten Matchball zum 26:24.
Mit dem 3:1 steht es in der Best-of-Three-Serie 1:0 für Suhl. Der Sieg ist ein wichtiger Schritt, weil nun ein weiterer Erfolg zum Einzug in die nächste Runde reicht. Das zweite Spiel ist für Mittwoch, 08. April, um 18:00 Uhr in Schwerin angesetzt. Suhl reist damit mit Rückenwind und der Gewissheit an, dem Favoriten bereits im ersten Duell die Grenzen aufgezeigt zu haben.

