Aperture, monitor, field, mouth, language, im Kunstverein Schwerin

Event: Aperture, monitor, field, mouth, language, in Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin, Spieltordamm 5, 19055 Schwerin on 31. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

31. Oktober 2026 15:00 Uhr

Veranstaltungsort

Schwerin
19 Schwerin, Germany

Tickets

Kostenlos

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Wenn Bilder zu Körpern werden: Aperture, monitor, field, mouth, language, in Schwerin

Der Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin präsentiert vom 31. Oktober 2026 bis zum 10. Januar 2027 die Gruppenausstellung Aperture, monitor, field, mouth, language,. Keta Gavasheli, Danae Io, Chantal Kaufmann und Jonida Laçi verbinden Videoinstallationen, Skulpturen, Fotografien und Fotogramme zu einer medienübergreifenden Untersuchung von Körper, Raum, Sprache und Objekt.

Wahrnehmung als künstlerisches Material

Im Zentrum der Ausstellung steht die Frage, wie Bilder entstehen, gelesen und durch technische Apparate verändert werden. Kameras, Monitore, Projektionen und optische Instrumente erscheinen dabei nicht als neutrale Werkzeuge, sondern als Erweiterungen des Körpers und der Wahrnehmung. Die Arbeiten lenken den Blick auf filmische Kameraführung, fotografische Bildgebung und die Bedingungen des Sehens.

Die Ausstellung knüpft an ein Zitat der Autorin Quinn Latimer an. Dessen gedanklicher Ausgangspunkt ist das erste dokumentierte fotografische Bild View from the Window at Le Gras von Nicéphore Niépce aus dem Jahr 1826. Aus dieser kunsthistorischen Referenz entwickelt sich ein Parcours, in dem historische Bildproduktion und gegenwärtige Medientechnologien miteinander in Beziehung treten.

Videoinstallation, Skulptur und Fotogramm im Dialog

Die Ausstellungsatmosphäre entsteht aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Medien. Videoinstallationen bringen Bewegung, Zeit und Projektion in den Raum. Skulpturen setzen körperliche Präsenz und Materialität entgegen, während Fotografien und Fotogramme die Grenze zwischen Abdruck, Erinnerung und optischer Konstruktion befragen.

Die Bilder folgen narrativen Strukturen, entziehen sich jedoch stellenweise einer eindeutigen Auflösung. Wiederholungen, Schleifen und Verschiebungen erinnern an die Arbeitsweise des Gedächtnisses: Bedeutung bleibt in Bewegung und konfiguriert sich während der Werkbetrachtung immer wieder neu. Gerade darin liegt die ästhetische Erfahrung dieser Ausstellung.

Künstlerische Positionen zwischen Bild und Sprache

Chantal Kaufmann lebt und arbeitet in Zürich und Wien. Ihre künstlerische Praxis widmet sich den Verbindungen von Bild und Sprache sowie der gemeinsamen Bedeutungsbildung zwischen Autorinnen und Rezipientinnen. Neben ihrer Ausstellungstätigkeit lehrte sie von 2023 bis 2026 an der Universität für Angewandte Kunst.

Jonida Laçi lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Objektplastik an der Akademie der bildenden Künste Wien und erhielt 2025 den Kunsthalle Wien Preis. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in Wien, Brüssel, Tirana, Genf, Basel und Karlsruhe gezeigt. In Schwerin begegnet ihre plastische Perspektive den fotografischen und videobasierten Verfahren der weiteren Künstlerinnen.

Kuratierung als Einladung zur eigenen Bildlektüre

Die Kuratierung führt nicht zu einer einzigen Interpretation, sondern öffnet einen Erfahrungsraum für unterschiedliche Formen des Sehens. Die Besucherinnen und Besucher begegnen Bildern, die sich zwischen Dokumentation, Konstruktion und Erinnerung bewegen. Dadurch wird die Ausstellung auch zu einem Ort kultureller Bildung: Sie schärft den Blick für mediale Rahmenbedingungen und für die Macht, die in Wahrnehmungsgewohnheiten eingeschrieben ist.

Das Kunsterlebnis lebt von langsamer Betrachtung. Licht, Projektion, Material und Raumwirkung treten in einen stillen Dialog. Was zunächst vertraut erscheint, beginnt sich zu verschieben: Der Blick wird selbst zum Thema, der Körper zum Maßstab und das Bild zu einer offenen Übersetzung der gebauten Umwelt.

Fazit: Zeitgenössische Kunst als intensive ästhetische Erfahrung

Aperture, monitor, field, mouth, language, versammelt vier eigenständige künstlerische Positionen zu einer präzise kuratierten Ausstellung über Bildtechnologien, Erinnerung und Wahrnehmung. Kunstinteressierte erwartet ein sinnliches und zugleich kunsthistorisch fundiertes Kunsterlebnis mit Video, Fotografie, Skulptur und Fotogramm. Der Besuch im Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin lohnt sich besonders für alle, die zeitgenössische Kunst nicht nur betrachten, sondern in ihrer räumlichen, körperlichen und medialen Wirkung erfahren möchten.

Offizielle Kanäle von Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin:

  • Instagram: kein offizielles Profil gefunden
  • Facebook: kein offizielles Profil gefunden
  • YouTube: kein offizielles Profil gefunden
  • Website: https://kvmvsn.de/

Quellen:

Loading map...

Häufig gestellte Fragen