Portrait meiner Mutter mit Geistern in der M*Halle: intensives Theater aus Schwerin


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Ein Theaterabend über Erinnerung, Schweigen und die Kraft der Sprache
Portrait meiner Mutter mit Geistern bringt Rabea Edels Roman in die M*Halle und öffnet einen Bühnenraum voller Familiengeschichte, Verlust und widersprüchlicher Nähe. Die Inszenierung von Alice Buddeberg, für die Bühne bearbeitet von Alice Buddeberg und Nina Steinhilber, erzählt von vier Frauen über mehrere Generationen hinweg und stellt Fragen nach Herkunft, Schuld, Liebe und Selbstbehauptung.
Wenn das Schweigen eine Bühne bekommt
Der Roman kreist um die Schatten der Vergangenheit, um Briefe, die nicht sprechen, und um ein Erinnern, das schmerzhaft und notwendig zugleich wirkt. Auf der Bühne entsteht daraus ein intensives Schauspiel, das psychologische Genauigkeit mit poetischer Verdichtung verbindet. Die dramatische Struktur lebt von den Brüchen zwischen Nähe und Distanz, von Familienbildern, die sich schichten wie alte Fotos in einer Schublade.
Bühnenerlebnis zwischen Intimität und großer Form
In Schwerin entfaltet sich diese Stoffgeschichte als Theateratmosphäre, die nicht auf Effekte setzt, sondern auf innere Spannung. Bühnenbild, Lichtstimmung und Schauspielkunst dürften die verborgenen Bewegungen der Figuren sichtbar machen: ein Haus voller Erinnerung, eine Gegenwart unter Druck, eine Vergangenheit, die nicht schweigt. Gerade solche Stoffe gewinnen auf der Bühne, weil sie weniger erzählt als freigelegt werden.
Ein Stoff mit literarischer Wucht
Rabea Edels Roman wurde in der literarischen Kritik als bewegend, bildstark und vielschichtig wahrgenommen. Er verfolgt Frauenleben über Generationen, verbindet persönliche Erfahrung mit Zeitgeschichte und stellt die Frage, wie sich Familiennarrative überhaupt rekonstruieren lassen. Auf der Bühne kann daraus ein Abend entstehen, der nicht nur berührt, sondern auch nachhallt - mit kluger Dramaturgie und der Präzision eines konzentrierten Kammerspiels.
Schwerin als Ort für konzentriertes Gegenwartstheater
Die M*Halle in Schwerin bietet für diese Produktion einen passenden Rahmen: nah am Publikum, offen für zeitgenössisches Theater und geeignet für Stoffe, die Intimität und klare Kontur verlangen. Wer sich auf diesen Abend einlässt, erlebt ein Stück, das Erinnerung nicht glättet, sondern in ihrer ganzen Spannung zeigt. Genau darin liegt die besondere Einladung dieses Theaterabends: live dabei sein, wenn aus Literatur eine berührende Bühnenfassung wird.
Fazit
Portrait meiner Mutter mit Geistern verspricht in der M*Halle einen intensiven Theaterabend zwischen literarischer Tiefe und szenischer Verdichtung. Wer Familiengeschichten, starke Frauenfiguren und anspruchsvolle Bühnenkunst schätzt, sollte diesen Termin in Schwerin nicht verpassen.
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