Nussknacker erzählen im Schleswig-Holstein-Haus Schwerins Weihnachtsgeschichte

Event: „Hansel heiß’ ich, Nüsse beiß’ ich … – Zur Geschichte eines Weihnachtssymbols in Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstr. 12, 19055 Schwerin on 26. November 2026

Datum und Uhrzeit

26. November 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Schwerin
19 Schwerin, Germany

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Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & MuseenTheater

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Wenn Holzfiguren Geschichte erzählen: Nussknacker in Schwerin

Im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus öffnet sich mit der Sonderausstellung „Hansel heiß’ ich, Nüsse beiß’ ich …“ ein faszinierendes Kapitel weihnachtlicher Alltags- und Volkskunst. Im Mittelpunkt stehen Nussknackerfiguren, deren markante Gesichter, farbige Uniformen und kunstvolle Holzgestaltung weit über die dekorative Weihnachtswelt hinausweisen.

Zwischen Volkskunst und Sammlerkultur

Die Ausstellung der Stiftung Mecklenburg verfolgt die Entwicklung des Nussknackers von seinen Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1990er-Jahre. Sie zeigt, in welchen Zentren die Figuren hergestellt wurden, wie sie ihren Weg in den Norden fanden und welche Formen sich im Laufe der Zeit herausbildeten.

Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf die Bedeutung der Nussknacker in der DDR. Als meist soldatisch geprägte Holzfiguren standen sie außerhalb der christlichen Weihnachtssymbolik und avancierten dennoch zu begehrten Sammlerstücken. Die Ausstellung macht sichtbar, wie eng Gestaltung, politische Alltagskultur und persönliche Erinnerung miteinander verbunden sind.

Eine Sammlung mit regionalem Blick

Zu sehen ist die Privatsammlung von Henry Gawlick aus Hagenow, ergänzt durch zahlreiche Leihgaben. Damit entsteht ein vielseitiges Panorama aus historischen Figuren, regionaler Handwerkskunst und kulturgeschichtlichen Zeugnissen. Jede Figur trägt die Spuren ihrer Zeit: in der Farbgebung, der Körperhaltung, der Uniform und dem charakteristischen Zangengebiss.

Vom Weihnachtsbrauch zur Kulturgeschichte

Die Inszenierung verbindet Objektgeschichte mit anschaulicher Vermittlung. Sie fragt danach, warum der Nussknacker über Generationen hinweg populär blieb und ob heute noch neue Exemplare hergestellt werden. So wird aus einer scheinbar vertrauten Weihnachtsfigur ein spannender Zugang zu Handwerk, Erinnerungskultur und ostdeutscher Alltagsgeschichte.

Die Theateratmosphäre im übertragenen Sinn entsteht durch das Zusammenspiel der Exponate: Wie auf einer stillen Bühne treten die Figuren einzeln und als Gruppe hervor. Besucherinnen und Besucher begegnen einer Sammlung, die zwischen Märchenmotiv, Souvenir, Kunsthandwerk und historischem Dokument changiert.

Fazit: Ein winterliches Bühnenerlebnis ohne Vorhang

„Hansel heiß’ ich, Nüsse beiß’ ich …“ lädt dazu ein, den Nussknacker mit neuen Augen zu betrachten. Das Ausstellungsprojekt verbindet sinnliche Eindrücke, kulturhistorische Einordnung und regionale Sammlungsgeschichte zu einem besonderen Schweriner Bühnenerlebnis im Ausstellungsraum. Wer den Ursprung und die Wandlung eines vertrauten Weihnachtssymbols entdecken möchte, erlebt hier Geschichte zum Anschauen und Staunen.

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Quellen:

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