Bennewitz Quartett und Veronika Hagen bringen große Kammermusik nach Schwerin


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Virtuose Kammermusik im Goldenen Saal: Bennewitz Quartett und Veronika Hagen
Am Samstag, dem 21. November 2026, trifft im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais internationale Quartettkunst auf die expressive Klangsprache der Bratschistin Veronika Hagen. Das Bennewitz Quartett präsentiert gemeinsam mit der renommierten Musikerin ein sorgfältig komponiertes Programm mit Streichquartetten und Streichquintetten von Erwin Schulhoff, Johannes Brahms und Antonín Dvořák.
Zwischen Moderne, Romantik und böhmischer Klangtradition
Das Konzert führt durch drei musikalische Welten: Schulhoffs Streichquartett Nr. 1 op. 8 verbindet rhythmische Energie und moderne Klangfarben, während Brahms’ Streichquintett G-Dur op. 111 mit tiefem romantischem Ausdruck und dichter Orchestrierung fasziniert. Dvořáks Streichquintett Es-Dur op. 97 öffnet schließlich den Raum für warme Melodien, folkloristische Impulse und die charakteristische böhmische Klangfarbe.
Ein Quartett mit internationalem Renommee
Das in Prag beheimatete Bennewitz Quartett zählt zu den profilierten Kammermusikensembles der Gegenwart. Auszeichnungen bei der Osaka International Music Competition 2005 und dem Premio Paolo Borciani 2008 sowie ein Classic Prague Award für die beste Kammermusikperformance unterstreichen die künstlerische Stellung des Ensembles. Konzertauftritte in der Wigmore Hall, im Wiener Musikverein, im Konzerthaus Berlin und in der Elbphilharmonie führten das Quartett auf bedeutende Bühnen Europas, Asiens und der USA.
Veronika Hagen: Bratsche mit großer musikalischer Tiefe
Veronika Hagen ist seit Jahrzehnten eine prägende Stimme der internationalen Streichquartettszene. Als Mitglied des Hagen Quartetts konzertierte sie weltweit und arbeitete mit Künstlerpersönlichkeiten wie Gidon Kremer, Nikolaus Harnoncourt, Mitsuko Uchida, Sabine Meyer und Sol Gabetta. Ihre solistischen Aufnahmen, darunter Brahms’ Violasonaten mit Paul Gulda, wurden ebenso gewürdigt wie die vielfach ausgezeichnete Diskografie des Hagen Quartetts.
Als Professorin für Viola und Kammermusik an der Universität Mozarteum Salzburg verbindet Hagen technische Souveränität mit interpretatorischer Klarheit. Im Zusammenspiel mit dem Bennewitz Quartett entsteht ein Konzerterlebnis, das auf präziser Synchronisation, transparentem Sound und fein abgestimmter Bühnenperformance beruht.
Der Goldene Saal als klangvoller Rahmen
Der Goldene Saal im Neustädtischen Palais bietet der Kammermusik eine repräsentative historische Atmosphäre. Die akustische Nähe des Saals macht jede Nuance hörbar: den warmen Einsatz der Bratsche, die gespannte Artikulation der Violinen und das federnde Fundament des Violoncellos. In dieser Umgebung entfaltet das Programm seine ganze emotionale und musikalische Bandbreite.
Fazit: Ein Abend für neugierige Ohren
Das Konzert in Schwerin verspricht eine außergewöhnliche Begegnung von tschechischer Quartetttradition, deutscher Moderne und großer romantischer Klangkunst. Wer Schulhoff, Brahms und Dvořák in einer hochkarätigen kammermusikalischen Besetzung erleben möchte, sollte diesen Abend im Goldenen Saal live genießen.
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